Leben mit Silber

Mehr-Fisch

Mehr Fisch!  - Viel Silber für Fisch & Co.

Mehr Fisch!  So lautet ein Slogan der „Deutschen See“ und ihrer Fischhändler. Mehr Fisch ist auch die Empfehlung der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“, denn Fisch ist eines der wertvollsten Lebensmittel, die wir haben. Leicht, „schlank“ und reich an Eiweiß, Vitaminen und wertvollen Fettsäuren. Das bei uns zu Hause zwei bis dreimal die Woche Fisch und Meeresfrüchte auf der Speisenkarte stehen, ist allerdings weniger eine Frage der Gesundheit. Austern-SardinenNichts ist so vielfältig – mir fallen auf Anhieb 30 Arten - von Hering bis Hummer - ein, die schon auf unserem Menüplan standen, nichts so variantenreich in der Zubereitung wie diese gesunden Köstlichkeiten aus Meer, Fluss und See. Kurz gesagt - wir lieben Fisch! Zu so viel Fisch auf dem Tisch gehört (für den Silberfan sowieso) selbstverständlich auch das passende Silber: Fisch- und Kaviarbestecke, Austern- und Hummergabeln, Krebsmesser und Sardinenheber, Fischvorlegebestecke- und Heber. Wir haben alles, wenn wundert´s, in persönlichem Gebrauch und in vielen schönen Ausführungen und Varianten für Sie im Warenangebot der Silbersuite. Fisch & Co. ist auch unsere bevorzugte Wahl wenn Gäste kommen. Als Vorspeise – kleine Fischpasteten, Lachstatar  und in der kalten Jahreszeit auch mal Austern - oder als Hauptgericht. Dann gerne als „großer Ganzer“, was nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch fürs (Gäste-) Auge viel her macht.  

Wenn jetzt am Aschermittwoch, dem wichtigsten „Fischtag“  in Deutschland, zehn und mehr Gäste zum traditionellen Fischessen zu uns kommen, braucht es schon einen größeren Fisch und auch ebenso ein größeres Fischbesteck. Wir haben zwei Dreikilo- -Gelbschwanz –Makrelen eingekauft und das Fischbesteck von Hugo Leven  ausgewählt. Das Fischbesteck, hier als Zwölfersatz mit dazugehörigem Fischvorlegebesteck zu sehen, wurde 1901 von Hugo Leven, einem der bekanntesten Jugendstilentwerfer für Silber und Metall seiner Zeit, für die Silbermanufaktur Koch & Bergfeld, geschaffen. Als die berühmte „Bremer Lilie“ sollte es als eines der beliebtesten Besteckmuster in die Geschichte eingehen.

 

Holland-Posen-Wien

Zu unseren Vorbereitungen eines Festessens gehört immer auch das Silber zu polieren und auf Hochglanz zu bringen. Apropos Silber putzen: Fisch ist leicht schwefelhaltig, zusätzlich beinhalten  Zubereitung und  Soßen oft noch Wein, Essig-oder Zitronensäure. All dies kann das Silber angreifen und zu Verfärbungen führen. Natürlich nicht sofort, aber Sie sollten das Silberbesteck und auch die Silberplatte, auf der Sie eventuell ganz stilvoll den Fisch servieren, nach dem Essen nicht zu lange und bitte nie über Nacht mit den Resten stehen lassen. Sonst heißt es erneut: Silber putzen!

So variantenreich die Rezepte für Fisch & Co. sind, so vielseitig waren auch die Silberschmiede und Entwerfer ihrer Zeit in der Gestaltung des Silbers für die dazugehörigen Bestecke: Gesägt, ziseliert, graviert, als Fisch geformt, aufwändige Durchbrucharbeiten und immer wieder Wasserpflanzen und Meeresgetier als fantasievolle Zier – wie unsere Beispiele hier aus Frankreich, Belgien, Italien, Holland, Österreich und Deutschland schön zeigen.

Turinheber-Bruesselbesteck

 

Das Fischbesteck wurde angeblich erfunden, um den Geschmack des Fisches, der durch die frühen Messer mit Kohlenstoffstahl-Klingen arg beeinträchtigt wurde, zu bewahren. So wurden die Klingen aus Silber oder versilberten und vergoldetem Material, gefertigt. Die Einführung eines speziellen Besteckes und die damit verbundene Etikette, es als unschicklich zu betrachten, Fisch mit dem „normalen“ Messer zu zerteilen und überhaupt mit unedlem Material zu berühren, findet erstmals Erwähnung  im späten18. Jahrhundert. Richtig in Mode kam das Fischbesteck erst Anfang des 19. Jahrhunderts, wo es von Venedig kommend,  sich vor allem in Frankreich durchsetzte. Es war aber  auch ein Statussymbol, mit dem sich Adel und Oberschicht von den unteren Schichten abgrenzen wollten, die mittlerweile ebenfalls mit Messer und Gabel aßen. In Deutschland lässt sich übrigens der Gebrauch von Fischbesteck vor 1870 nicht nachweisen und erst nach dieser Zeit kamen Fischbestecke aus Silber auf. Heute gibt es weder Notwendigkeit (die Edelstahlklingen sind geschmacksneutral) noch zwingende Etikette für ein Silber-Fischbesteck. Aber schön ist es allemal!

fisch-meunchen

 

Letztendlich ist es eine Frage der persönlichen Einstellung. Ich kenne viele Menschen, die sehr gut ohne Fischbesteck auskommen, aber auch zum Beispiel eine Kundin und junge Mutter, die zum schnellen Mittagsessen für die Kinder – Fischstäbchen und Kartoffelsalat- ganz selbstverständlich das  Fischbesteck eindeckte. Wer nicht gleich ein komplettes Besteck für 12 Personen braucht oder möchte, dem gefällt als Alternative vielleicht unsere Münchner Fischmesser mit Elfenbeingriffen und origineller „Fisch-Klinge“, das wunderbar zu den Gabeln des vorhandenen, normalen Besteckes kombiniert werden kann. Oder er verliebt sich in den prächtigen Fischheber aus Turin um 1820, der auch als Heber für jedes andere Gericht zu verwenden ist und auch für  den ungewöhnlichen Salzstreuer in Fischform braucht es nicht unbedingt ein Fischgericht. Wie auch immer, mit oder ohne Silber, entscheiden Sie sich auf alle Fälle für mehr Fisch!

 

 

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