Marken, Meister, Techniken

 Russische Silbermarken bis 1917

Aktuelle Beispiele aus unserem Warenangebot

 

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Petersburg um 1820

Gewürzschale

Silber 84 Zolotniki

Meister Erik Frisk

zum Angebot

Moskau 1880/1890

6 Niellolöffel

Silber 84 Zol. vergoldet

Meister M. Dimitrijew

zum Angebot

Moskau 1908/17

Kleine Teekanne

Silber 84 Zolotniki

Meister W. Akimov

zum Angebot

 

Bis 1896 erfolgte die Punzierung mit der Stadtmarke, den Initialen des Beschaumeisters, der Jahreszahl und dem Silberfeingehalt. In Russland wurde der Silberfeingehalt bis 1917 in Zolotniki angegeben, 1 Zolotniki entspricht dem metrischen 10,4/1000 Silberfeingehalt.

Als Feingehalt waren 84 Zolotniki vorgeschrieben (entspricht 875/1000), in geringerem Umfang wurden auch hochwertige Arbeiten in 88 Zolotniki( entspricht 916/1000) angefertigt.

Zu diesen, von der Administration vorgeschriebenen Stempelungen, kam die Meistermarke hinzu. Meist die Initialen des Silberschmiedes in kyrillischer Schrift, aber auch oft, gerade in Petersburg und dem Baltikum, in lateinischer Schrift.

Beispiele für die Stempelung bis 1896:

Moskau-mit-84 BZ-Savinko Petersburg BZ-Mitin

Stadtmarke Moskau um 1880

Heiliger Georg

Feingehalt 84 Zolotniki

Moskauer Beschaumeister

Viktor Sawinkow

tätig von1855-1888

Stadtmarke Petersburg um 1870

Zepter mit gekreuzten Ankern

Feingehalt 84 Zolotniki

Petersburger Beschaumeister

A.N.Mitin

tätig von 1842-1877

 

Häufig anzutreffende Stadtmarken:

Moskau-ohne-84 Petersburg-ohne-84 Kiew Kostroma

Moskau

Heiliger Georg

Petersburg

Zepter und gekreuzte Anker

Kiew

Erzengel Michael

Kostroma

schwimmende Galeere



Ab 1866 wurde dann im gesamten russischen Hoheitsgeiet die sogenannte Kokoshnikmarke eingeführt, die aber erst ab 1899 zwingend zur Anwendung kam. Diese ovale Marke zeigt einen nach links gerichteten, stilisierten Mädchenkopf mit der nationalen Kopftracht, dem Kokoshnik, dem Feingehalt in zolotniki und den Initialen des Beschaumeisters. Ab 1908 bis 1817 befindet sich in der Marke anstatt der Initialen des Beschaumeisters, ein griechischer Buchstabe für den Entstehungsort der Silberarbeit und der Frauenkopf zeigt jetzt nach rechts.


Stempelung ab 1896:

18961908 19081917

Moskau 1896 – 1908

Feingehalt 84 Zolotniki

Moskauer Beschaumeister

Ivan Lebedkin

Moskau 1908 – 1917

Feingehalt 84 Zolotniki

griechischer Buchstabe Delta

für Moskau

 

Russische Silberarbeiten sind auch im 19. und 20. Jahrhundert generell von hoher Qualität, da sie fast ausschließlich von kleineren Werkstätten und handwerklich arbeitenden Betrieben hergestellt wurden.

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