Marken, Meister, Techniken

Österreichisch-ungarische Dianakopfmarken 1867 bis 1922

 

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Kleine-Kanne-Klinkosch Loescher-Wien
Kleine-Kanne-Klinkosch-detail3 Loescher-Wien-detail3

Wien um 1890

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Wien um 1900

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MZ:Georg Adam Scheid

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dianakopfmarke
a-fuer-wien

1.1.1867 – 1.4.1872

 

dianakopfmarke2

1.4.1872 – 1.5.1922

 

Wie schon in der Abhandlung über die österreichisch/ungarische Radmarke im Silberkalender Juli 2011 angesprochen, wurde im Jahr 1866 eine, für das ganzeGebiet der Habsburger Monarchie gültige, neue Silberpunzierung geschaffen. Es war die Dianakopfmarke.
Sie trat nach dem Punzierungsgesetz vom Mai 1866 zum 1. Januar 1867 in Kraft.Die Feingehalte wurden nun, entgegen dem alten Feingehalt in Lot, metrisch festgesetzt.

 

Die Silberpunzen zeigen den Dianakopf in vier verschiedenen Umrandungen mit den Ziffern 1 – 4 für die genehmigten Feingehalte:

 

1 = 950/1000

3 = 800/1000

2 = 900/1000

4 = 750/1000

 

Diese erste Serie von Dianakopfmarken zeigt außerhalb der Kopfmarke einen Buchstaben in achteckiger Umrandung, das Kontrollamtszeichen des jeweiligen Punzierungsamtes. So zum Beispiel den Buchstaben A für die Hauptstadt Wien.

Folgend eine Auswahl weiterer Kontrollamtszeichen:

 

B für Linz

C für Prag

E für Krakau

F für Lemberg

M für Triest

P für Budapest

 

 

 

Diese Punzierung blieb bis 1872 in Kraft. Ab dem 1. April 1872 wurde der Kontrollamtsbuchstabe in die Kopfmarke integriert.

Während des gesamten Zeitraumes von 1866 bis zum Ende der Stempelung mit der Dianakopfmarke wurde für kleine Gegenstände die sogenannte Hundekopfmarke mit den gleichen Informationen zum Feingehalt und dem Punzierungsamt verwendet.

 

hundekopfmarke

Diese Marken – Dianakopf und Hundekopf – überdauerten zeitweise noch lange den Zusammenbruch der österreichisch/ungarischen Monarchie 1918. In der Bundesrepublik Österreich galten die Marken noch bis 1922. In den neuen Nationalstaaten, wie der Tschechoslowakei bis 1921, in Ungarn sogar bis 1937, ehe sie durch neue nationale Silbermarken abgelöst wurden.

 

Bereits 1919, nach den Friedensverträgen von Saint-Germain und Trianon endete die Stempelung mit der Dianakopfmarke in den abgetretenen Gebieten wie zum Beispiel Triest und Südtirol, wo sie durch die nationalen Marken ersetzt wurde.

 

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